Mit dem Beginn der Schulzeit gehen für viele Eltern die Sorgen erst los. Die Schule soll Wissen vermitteln, die Kinder auf das Leben vorbereiten. Eltern wissen, dass mit dem Abschluss der Schule die Weichen für Job und Karriere gestellt werden. Seit es Pisa Studien gibt, beäugen viele Eltern das starre Schulsystem noch kritischer. Das in dem jetzigen Schulsystem die Vermittlung von Wissen so stark kritisiert wird, hat viele Ursachen. Die Kritik betrifft das gesamte Schule Management. Immer wieder dringen Berichte von Mobbing und Übergriffen innerhalb der Schule, an die Öffentlichkeit. Das soziale Miteinander scheint in vielen öffentlichen Schulen nicht mehr zu funktionieren. Im Grunde genommen, sollte die Schulleitung Ratgeber für ein vernünftiges Miteinander zur Hilfe nehmen.

Privatschulen, als Alternative

Immer mehr Eltern setzen auf das besser erscheinende Schule Management von Privatschulen. Vom Staat gefördert, entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Privatschulen. Das offenbar bessere Bildungsangebot und motivierte Lehrer versprechen einen besseren Bildungsweg. Nach neuen Umfragen hat sich der Qualitätsanspruch vieler Privatschulen nicht bewährt. Wird der tatsächliche Wissenstand gemessen, liegen staatliche Schulformen teilweise weiter vorn im Ranking. Allerdings entstehen auch viele private Schuleinrichtungen aus einem Mangel an Angeboten. Gerade in größeren Städten gibt es zu wenig Ganztagsschulen oder Förderschulen. Das starre Schulsystem ist offenbar nicht in der Lage, Alternativen und Neuerungen zuzulassen. Gerade für Kinder die nicht in das normale Schulschema passen, gehen in der herkömmlichen Schule oft unter. Viele Lehrer haben weder die Zeit noch die Lust, sich um diese Schüler zu kümmern. So sind gerade diese Eltern oft auf einen Wechsel in die Privatschule angewiesen. Kleinere Klassen und häufig besser ausgestattet Unterrichtsräume, überzeugen Eltern und Schüler.

Die Entstehung neuer Privatschule hat einige Nachteile

Doch die Entwicklung zu einem pluralistischen Schulsystem birgt auch Gefahren für die Gesellschaft. Wenn Eltern für Bildung bezahlen müssen, entsteht eine Zweiklassengesellschaft. Nicht jeder kann sich eine Privatschule leisten. Viele Schulen sind mit einem Internat ausgestattet und die Kosten für solch einen Aufenthalt sind erheblich hoch. Für einkommensschwache Eltern oder Schüler mit einem Imigrationshintergrund, ist der Besuch einer solchen Schule so gut wie unmöglich. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, beginnen auch einige staatlichen Schulen moderne Konzepte und Waldorfpädagogik einzuführen. Viele staatliche Schulen orientieren sich nach den Konzepten der privaten Schulen und versuchen Alternativen zu bieten. Doch die eigentliche Problematik liegt im finanziellen Mangel im Schulsystem. Die zahlenmäßig großen Klassen, haben großen Einfluss auf die Qualität des Unterrichtes. Die Angebote im Freizeitbereich sind Angesichts leerer Kassen eher mager. Doch gerade an sozialen Brennpunkten, wo Schüler mit unterschiedlicher Herkunft zahlenmäßig stark vertreten sind, müssen solche Alternativen geschaffen werden.