Lange bevor an die Herstellung von Wein aus vergorenem Traubensaft überhaupt zu denken war, labten sich unsere Vorfahren am „goldenen Wein“, dem so genannten Met (abgeleitet vom altindischen Wort für Honig „Mahdu“).

Met (Honigwein) ist ein alkoholisches Getränk, das aus Honig und Wasser hergestellt wird. In der Antike wurde Met durch spontane Gärung gewonnen. Heute werden dazu Reinzuchthefen verwendet. Je nach für den Gärungsprozess verwendeter Hefeart und Zuckermenge (Honig) kann Met 11-16 Vol.-% Alkohol enthalten. Auch werden teilweise verschiedene Gewürze, Früchte und Fruchtsäfte zugegeben oder anstelle des Wassers verwendet. Getrunken wird Met entweder heiß oder kalt. Beliebt ist mit Kirschen vergorener oder mit Kirschsaft gemischter Met, den man Wikingerblut nennt.

Die Herstellung des Honigweins war bereits vor 7000 Jahren in Ägypten und Vorderasien bekannt, wo Honig auch als Konservierungmittel diente. Da man diesen daher oft zusammen mit Nahrungsmitteln an feuchten Orten lagerte, waren die Gärung des Honigs und die Entdeckung des Mets schier unvermeidlich. Die Umwandlung von Honigwasser in ein schmackhaftes, berauschendes Getränk ließ den Met als Getränk der Götter erscheinen. Nicht nur bei Festen durfte er nicht fehlen, auch kultische Handlungen wie Gottesdienste, Opferzeremonien oder religiöse Feste wurden zu Ehren der Götter mit Met begangen. Durch die massenhafte Verbreitung von Bier und Traubenwein ließ der Konsum des teureren Honigweins im Mittelalter deutlich nach, sein Genuss blieb den Begüterten vorbehalten. In der heutigen Zeit ist der Genuss von Met nur noch in Nord- und Osteuropa traditionell verankert, in den Weinregionen Mittel- und Südeuropas hingegen spielt er keine Rolle mehr.

Seine gesundheitlichen Wirkungen sind vielfältig: Neben seiner antibakteriellen Wirkung, wirkt er auch als Brech-und Abführmittel bei Vergiftungen, hilft bei Magen- und Darmbeschwerden und hemmt Entzündungen.