Eine Zeitung gehört genauso wie das Glas Orangensaft und die Scheibe Toastbrot auf den morgendlichen Frühstückstisch. Für viele ist es vollkommen normal, morgens in der Zeitung zu blättern, um sich so über alle Neuigkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Laufenden zu halten. Aber wie kommt die Zeitung eigentlich auf den Küchentisch?

Jede Zeitung entsteht in einer Redaktion. Den ganzen Tag über werden Interviews geführt, Fotos gemacht und Artikel geschrieben. Gegen Abend fügen die Redakteure ihre Texte und Fotos in das Layout der Zeitung ein und versenden sie pünktlich zum Redaktionsschluss in digitaler Form an die Druckerei. Für Journalisten bedeutet Redaktionsschluss also Feierabend; für die Mitarbeiter der Druckerei allerdings fängt die Arbeit jetzt erst an.

In der Druckerei wird die Zeitung produziert. In zahlreichen Arbeitsschritten wird aus der digitalen Ausgabe die fertig gedruckte Zeitung. Zu Paketen gestapelt und in Folie verpackt, werden die Zeitungen nun – mittlerweile ist es spät in der Nacht – per Kleinlaster und LKW zu ihren Zustellern transportiert. Diese verteilen sie Nacht für Nacht an Supermärkte und Kioske und in die Briefkästen der Abonnenten.

Aber wird das für immer so bleiben? Wie sieht die Zukunft der Zeitung aus? Für viele Menschen gehört die gedruckte Form, in der sie hin und her blättern können, bereits der Vergangenheit an. Zu einem immer beliebteren Trend wird das E-Paper, eine Online-Version der Zeitung. Das E-Paper ist interaktiv und kombiniert ihr schriftliches Informationsangebot nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Audio- und Videobeiträgen. Will der Leser dann doch einmal ein Foto archivieren oder einen Artikel aufheben, kann er ihn ganz einfach ausdrucken. Ein effektiver Laserdrucker und günstiger Toner machen das Ganze zu einem leichten und billigen Vorhaben. Blättern oder klicken – das muss jeder selbst entscheiden.